Was ist chronischer Schmerz?

Wenn der Schmerz jedoch seine Warnfunktion verliert und dauerhaft anhält, spricht man von chronischem Schmerz. Chronischer Schmerz ist eine eigenständige Erkrankung. Das schmerzverarbeitende System des Körpers verändert sich derart, dass es selbst Schmerzsignale erzeugt. Das heißt aber nicht, dass sich Betroffene diesen Schmerz nur einbilden, denn der Schmerz wird durch Veränderungen auf neuronaler Ebene ausgelöst. Diese Veränderungen werden als „Schmerzgedächtnis“ bezeichnet.

Die Unterscheidung zwischen akutem und chronischem Schmerz ist nicht immer eindeutig. Generell wird ein Schmerz als chronisch eingestuft, wenn er seit drei Monaten anhält und/oder die normale Schmerzdauer einer Erkrankung deutlich übersteigt. In Deutschland leiden zwischen acht und fünfzehn Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Die häufigsten Formen chronischer Schmerzen sind Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne, Gelenkschmerzen sowie das Fibromyalgiesyndrom.

Wie entsteht chronischer Schmerz?

Schmerz kann nicht nur durch organische Ursachen entstehen – er kann auch Ausdruck seelischer Belastungen oder einer psychiatrischen Erkrankung sein.

Behandlung von chronischem Schmerz

Gerade weil chronische Schmerzen sowohl körperliche als auch seelische Komponenten haben, wendet sich die sogenannte multimodale Schmerztherapie beiden Aspekten zu.

Wann sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen?

Wenn Schmerzen andauern und den Alltag beeinträchtigen, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Als Erstes empfiehlt sich der Besuch beim Hausarzt. Dieser wird gemeinsam mit dem Patienten besprechen, ob weiterführende Hilfen und eine Behandlung durch einen spezialisierten Schmerztherapeuten sinnvoll und notwendig sind.

Schmerzmedizin Berlin stellt die Versorgung von Schmerzpatienten in Berlin sicher.

Im Schmerzzentrum Berlin werden monatlich ungefähr zehntausend Schmerzpatienten von einem multidisziplinären Team ambulant behandelt.

In der Schmerzklinik Berlin erfolgt die stationäre Betreuung von Schmerzpatienten durch ein qualifiziertes Team aus verschiedenen Fachgruppen.

Die Schmerzakademie bietet eine Weiterbildung in der „Speziellen Schmerztherapie“ für Ärzte an. Darüber hinaus gibt es Kurse in „Psychosomatischer Grundversorgung“, eine Ausbildung zur „Schmerzassistenz“ für mittleres medizinisches Personal sowie Patientenseminare zu den häufigsten Schmerzkrankheiten.